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Spätschicht: Inhaltsangabe

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Jubiläum!
Dies ist die 125. Inhaltsangabe im KingWiki.

Inhaltsangabe zu Spätschicht
Stephen Kings Kurzgeschichte Spätschicht ist nicht weiter unterteilt; die hier zu findenden Überschriften dienen somit der Orientierung des Lesers, sind aber nicht von King intendiert.

Warwicks Angebot

Das Poster der Verfilmung
Hall ist noch ein rechter Neuling in der Spinnerei von Gates Falls, und doch kann er jetzt schon den Vorarbeiter Warwick nicht ausstehen. Hall arbeitet in der Spätschicht, und es ist zwei Uhr nachts, als Warwick ihm einen unerwünschten Besuch abstattet.
Warwick ist beinahe so unangenehm wie die Ratten, die sich in den Säcken voller Fasern einnisten und Ekel erregende Dimensionen annehmen können. Hall hat sich schon eine kleine Sammlung leerer Getränkedosen angelegt, mit denen er nach den Nagern wirft – und dabei erwischt ihn ein nicht eben erfreuter Warwick in jener unseligen Stunde mitten in der Nacht zum Freitag.
Warwick aber insistiert nicht zu sehr darauf, dass Hall mal lieber seiner Arbeit nachgehen sollte; denn er will etwas von Hall und möchte ihn bei Laune halten. Warwick braucht nämlich Freiwillige für eine recht unangenehme Putz-Aktion. In der Woche um den Unabhängigkeitstag nämlich wird die Spinnerei geschlossen und man will die Zeit dazu nutzen, das gesamte Kellergeschoss während der kühleren Spätschicht gründlich zu reinigen. Da dieser Job gut bezahlt wird, lässt Hall sich ohne groß darüber nachzudenken darauf ein.
Erst als er wieder weiterschuftet, wird ihm klar, dass es dort unten recht unangenehm werden könnte: Spinnen, vielleicht sogar Fledermäuse ... und natürlich Ratten. Genau diese beobachten ihn bereits aus der Dunkelheit, während Hall seine Maschine bedient.

Auf in den Kampf

Am Montag geht's los mit einer Crew von knapp 40 Freiwilligen, unter ihnen auch der ständig sich beschwerende Harry Wisconsky. Schnell wird Hall klar, worauf er sich da eingelassen hat: Das konstante Gejammere von Harry, der unerträgliche Gestank dort unten, die erschreckenden Funde – so stößt Hall etwa auf eine ganze Kolonie weißer Pilze, die sich widerlich schwammig anfühlen. Und natürlich Ratten, so große, wie er sie noch nie gesehen hat.
In der zweiten Nacht wird einer der Arbeiter, Ray Upson, vor den Augen seines Kollegen Charlie Brochu von einer Ratte in die Hand gebissen. Das Biest greift ohne Bedrängung an und ist so groß wie eine Katze; Charlie muss mit einem Holzbrett auf das Viech einhauen, bevor es von Ray ablässt. Kein Wunder, dass Hall nach der ersten Schicht erst einmal von Ratten träumt.
Am Folgetag rücken sie dem Keller mit Wasserschläuchen zu Leibe. Dennoch werden zwei weitere Männer von aufgescheuchten Nagern gebissen, bis man endlich Gummihandschuhe organisiert hat. Aber selbst das bringt keine Erleichterung: Eine extrem alt aussehende, 30 Zentimeter lange Ratte beißt Carmichael doch tatsächlich durch sein Hemd in die Brust.
Carmichael dreht daraufhin fasst durch und verlangt Schmerzensgeld, worüber Warwick nur lachen kann. Auch Cy Ippeston meutert: Er wird hier nicht als Kammerjäger bezahlt, oder? Doch Warwick stellt klar: Wer jetzt einen Rückzieher macht, kann seinen Job in der Spinnerei ganz an den Nagel hängen.
Die Arbeit will nicht vorangehen; am 04. Juli scheinen sie noch nicht einmal die Hälfte gereinigt zu haben. Immerhin sind an jenem Tag keine Ratten zu sehen. Aber warum eigentlich, fragt Hall sich beunruhigt. Grund zur Freude gibt es dennoch nicht, denn in der Tat gibt es hier unten auch Fledermäuse. Die schlimmste Entdeckung aber macht Hall: eine Falltür. Es gibt noch ein Geschoss unter dem Keller.

Unter dem Keller

Fast zufrieden macht Hall Warwick darauf aufmerksam. Da unten, davon ist er überzeugt, ist die Brutstätte der Ratten – und es wird der Leitung der Spinnerei eine Stange Geld kosten, für Kammerjäger zu sorgen. Halls zufriedener Gesichtsausdruck verärgert Warwick derart, dass er Hall augenblicklich feuert. Der aber lässt sich nicht unterkriegen: Er kennt die Regeln für Gewerbebetriebe, die er eigens in der Bibliothek nachgelesen hat – Ungeziefer muss beseitigt werden; sollte Warwick ihn feuern, wüsste Hall schon, wen er anzusprechen hätte. Ob Warwick wohl eine Arbeitslosenversicherung habe?
Warwick stellt Hall mit knirschenden Zähnen umgehend wieder ein, hat aber gleich die nächste Idee: Warum sehen Hall und Wisconsky da unten nicht gleich einmal nach dem Rechten? Hall bleibt gelassen und findet, dass Warwick als Stellvertreter der Spinnereileitung auch mitgehen sollte.
Sie statten sich mit Taschenlampen aus, und kaum heben sie die Falltür an, als eine Schar widerwärtiger Käfer hervorstürzt, welche die Männer wie von Sinnen zertreten. Und alle hören das Quieken von Ratten. Hall und Warwick putschen sich gegenseitig auf, bis sie schließlich zu dritt hinabsteigen; erst Hall, dann Wisconsky, zum Schluss der Vorarbeiter.
Im unmittelbaren Licht der Taschenlampen sind unten keine Ratten auszumachen, doch findet Hall etwas Seltsames: eine Kiste aus dem Jahr 1841 – und die Spinnerei wurde doch erst 1897 gebaut (siehe auch hier). Dann kommen sie an einen Punkt, wo die Unterkellerung der Spinnerei endet: Was vor ihnen liegt, ist außerhalb der Mauern des über ihnen stehenden Gebäudes.
Warwick will letztlich doch einen Rückzieher machen, doch Hall, der die ganze Zeit seinen Zorn über den Vorarbeiter unter Kontrolle hatte, verliert nun endgültig die Geduld und zwingt Warwick weiterzugehen, indem er ihm den Wasserschlauch wie eine Waffe ins Gesicht hält. Während Wisconsky die Flucht zur Treppe antritt, gehen Hall und Warwick weiter.
Nach wenigen Schritten müssen die beiden Männer feststellen, dass sie von Ratten umringt sind, manche so groß, dass sie ihnen bis zum Schienbein reichen. Es müssen hunderte sein, tausende, schon machen sich welche nagend am Schlauch zu schaffen. Und Fledermäuse lauern ebenfalls im Gebälk.
Entsetzt entdeckt Warwick ein Skelett, menschliche Knochen, überall verteilt. Für Hall ist es ein Wettkampf geworden: Wer wird zuerst zerbrechen: Er oder Warwick? Keineswegs will Hall nachgeben und zwingt den Vorarbeiter weiter. Die Ratten halten gebührenden Abstand, lassen die Fremden kommen. Dann aber sehen die Männer diese Ungeheuer das erste Mal richtig und verlieren fast den Verstand: Sie sind gigantisch, ein Meter lange Bestien ohne Hinterbeine, die sich über den Boden schieben.
Hall ist tatsächlich verrückt geworden, denn er will noch weitergehen, lächelt sogar. Sie kommen an einen kleinen Anstieg – und dort sieht Warwick etwas, was ihm den Rest gibt. Er dreht sich um und will fliehen, da schießt Hall ihn mit Wasser ab, das ihn direkt in die Brust trifft. Warwick kippt nach hinten, scheint in die Tiefe zu stürzen. Dann Geräusche und Schreie, die Hall durch Mark und Bein dringen.
Hall tritt an den Rand der Grube, in die Warwick stürzte – und dort unten haust eine monströse Ratte, die Rattenkönigin, unbeschreiblich widerlich und groß wie ein Kalb. Warwick ist tot, liegt zerrissen neben dem Monstrum.
Hall flieht, und seine Hektik weckt die Fledermäuse. Doch es sind keine Fledermäuse – das ist die nächste Mutationsstufe dieser fast schon beinlosen Ratten, es sind fliegende Ratten noch mit ihren Rattenschwänzen ausgestattet. Sie stürzen sich auf Hall, suchen seinen Hals, dann kommen die Ratten dazu und überschwemmen ihn. Hall stolpert. Und beginnt zu lachen.
Oben werden die anderen Arbeiter langsam unruhig. Sollten sie nicht langsam mal nach dem Rechten sehen? Sie warten noch ein wenig, dann holen sie sich Taschenlampen. Schließlich folgen vier Freiwillige den anderen nach unten ...


V E Artikel über Spätschicht
KurzgeschichteHörbuchInhaltsangabeRezensionVerfilmung
Charaktere: Charlie BrochuBroganCarmichaelDangerfieldHallCy IppestonNedeauStevensonTonyRay UpsonElias VarneyWarwickHarry Wisconsky
Schauplätze: Gates FallsSpinnerei
Sonstiges: RattenköniginReinigungscrewSpinnenTierhorror
V E Inhaltsangaben zu Nachtschicht
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