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Wahn: Inhaltsangabe (Teil II): Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 5. Januar 2016, 19:07 Uhr

Inhaltsangabe zu Wahn (Teil II)

Zu Teil I der Inhaltsangabe geht es hier entlang.

Stephen Kings Roman Wahn ist unterteilt in 22 Kapitel und 12 Einschübe mit dem Titel Wie man ein Bild zeichnet. Diese Inhaltsangabe umfasst alle Kapitel ab Kapitel 12.

Die Taschenbuchausgabe aus den USA

Kapitel 12: Ein anderes Florida

Nach seinem durchschlagenden Erfolg mit seiner Rede wird Edgar Freemantle von der Kunstliebhaberin Mary Ire interviewt, die vor allen Dingen von seiner Arglosigkeit überrascht ist. Nicht genug damit, dass er seine Gemälde in einem unfassbaren Tempo fertigstellt, er verwendet auch nicht die herkömmlichen Techniken, ganz einfach, weil er sie nicht kennt.
Nach dem Interview kommen sie auf Florida im Allgemeinen und Duma Key im Speziellen zu sprechen, und (die nach ein paar Gläsern recht betrunkene) Mary erzählt ihm die Geschichte von Dave Davis, einem Immobilienmagnat, der hier in der Gegend alles aufbaute und sogar mit John Eastlake befreundet war. Davis verschwand 1926, zu einem Zeitpunkt, als er in großen Schulden steckte, auf offenem Meer.
Sie sprechen auch über Elizabeth Eastlake und die Gerüchte, auch sie habe einst sehr gut gemalt. Niemand weiß, was an diesen Gerüchten dran ist.
Nach Ire ruft schon der nächste Pflichttermin, ein Rundum-Check bei einem von Dr. Kamen empfohlenen Arzt. Dr. Hadlock untersucht Eddies Stumpf und ist erstaunt über die Fortschritte, die sein Heilungsprozess schon genommen hat. Auch Hadlock kennt Elizabeth, erinnert sich aber deutlich daran, dass sie selbst ihm einst sagte, sie könne nicht einmal Strichmännchen malen.
Ohne zu wissen, warum er dies tut, stiehlt Edgar Hadlocks roten Stift; im Auto zeichnet er dann (während Jack Cantori ihn zurückfährt) einen roten Picknickkorb und das Wort PERSE. Er hat keine Ahnung, wofür es steht, ist aber trotzdem überzeugt davon, dass man es wie den Vornamen Percy spricht.
Zu Hause beendet er das letzte Bild seiner Mädchen mit Schiff-Reihe mit Bild Nummer 8, das er mit vielen surrealistischen Details versieht und am Ende selbst als sehr verstörend empfindet.
Verstörend ist auch Wiremans Anruf: Elizabeth habe wieder eine ihrer wachen Phasen, rede aber doch wirres Zeug: Sie wolle Percy haben, wer immer das sei. Außerdem meinte sie: "Der Tisch leckt", woraus weder er noch Eddie schlau werden. Eddie fragt ihn, ob er wisse, ob Elizabeth einst malte, doch es stellt sich heraus, dass sie wohl jedem dasselbe erzählte: Sie könne nicht einmal Strichmännchen malen. Eddie glaubt, dass da deutlich mehr dahinter steckt.
Ein Blick in die Zukunft: Sie werden den roten Picknickkorb finden und er wird voll sein mit Elizabeths Kunstwerken – doch dann wird ihnen dieser Fund schon zu spät kommen.
Als Eddie und Wireman sich das nächste Mal treffen, ist Elizabeth schon wieder in die Schatten ihrer Alzheimererkrankung abgetaucht; Wireman fürchtet sogar, für immer. Er hat sich abgelenkt und über ihre Familie Recherchen angestellt. Das Haus, in dem er nun mit Elizabeth lebt, ist in der Tat Heron's Roost Nummer 2 – ihr Elternhaus ist mittlerweile eine verlassene Ruine im Südteil der Insel.
Wireman hat einige Fotos aufgetrieben. Eines davon zeigt John Eastlake mit dem "Schatz", nicht viel mehr als antiker Ramsch, den man aus irgendeinem Grund einst über Bord warf, denn alles lag einfach am Meeresboden, ohne ein Wrack, von dem es gespült worden sein könnte. Die traurige Geschichte der beiden Zwillinge Tessie und Lo-Lo reimt er sich folgendermaßen zusammen: Sie wollten selbst nach dem Schatz im Meer suchen, gerieten in die dort berüchtigte Strömung und ertranken im Jahr 1927.
Hier wird Wireman unterbrochen, als Elizabeth tatsächlich wieder zu sich kommt. Sie redet sehr ernst mit Eddie: Er solle alle seine Gemälde verkaufen und zusehen, dass er sie in alle vier Himmelsrichtungen verstreue, obwohl selbst das möglicherweise nicht sicher genug ist. Eddie wird daraus nicht schlau, hat aber ebenso ein komisches Gefühl und verständigt Dario Nannuzzi: All seine Bilder mit Ausnahme von Mädchen und Schiff 8 sind zum Verkauf, und jeder Käufer dürfe immer nur ein Bild erwerben.

Wie man ein Bild zeichnet (VII)

Eddie schreibt all dies vier Jahre später und weiß mittlerweile, was den beiden Zwillingen wirklich zugestoßen ist: Elizabeths teils kindliche Gemälde wurden hin und wieder lebendig – und ein schreckliches Wesen, ein riesiger Frosch mit Zähnen, entkam der Zweidimensionalität und verfolgte die Mädchen in der realen Welt: Der Big Boy jagte sie ins Meer, wo Lo-Lo schnell ertrank. Tessie aber sah in der Ferne die mögliche Rettung: ein Schiff. Doch vor ihren Augen verwandelte es sich in ein Geisterschiff – und eine schreckliche, weibliche Gestalt trat an die Reling und starrte auf sie herab, woraufhin Tessie ertrank. In die Tiefe gezogen von ihrer eigenen untoten Schwester (siehe auch Perses Opfer) ...

Kapitel 13: Die Ausstellung

Eddies Show ist ein voller Erfolg, und all seine Verwandten und Freunde sind gekommen, auch Melinda, die mit ihrem Lebensgefährten aus Frankreich anreiste. In kürzester Zeit sind alle Bilder als "verkauft" markiert und bringen über eine halbe Million Dollar ein.
Dies ist der letzte wirklich glückliche Moment in Edgar Freemantles Leben. Er wird nie mehr ein verkäufliches Bild entwerfen und sich niemals mehr so zufrieden fühlen wie an jenem Abend.
Auch Elizabeth ist da, trotz aller Bedenken wieder ganz bei sich und kann erstmals Eddies Werk bewundern. Als sie ihre Zigarette ausdrückt, kündigt der Ich-Erzähler Eddie an, dass es ihre letzte gewesen sein sollte. Als sie die Bilder sieht, meint sie: "Sie ist so stark geworden!" (erst später wird Eddie klar, dass sie Perse meint) und sie bemerkt sofort das Nummer 8 nicht verkäuflich ist, was sie sehr ärgert.
Sie stellt ihn zur Rede, denn er wisse gar nicht, worauf er sich hier einlasse. Tatsächlich konfrontiert sie ihn mit schockierenden Behauptungen: Das Mädchen in Bild Nummer 6 sei eindeutig ihre ältere Schwester Adriana, die surrealistischen Details in Nummer 8 keineswegs willkürlich gewählt: Das Schaukelpferd gehörte ihren Zwillingsschwestern, das Fahrrad der entführten Tina Garibaldi und sehe er denn nicht die schreienden Gesichter im Kielwasser des Schiffs? Eddie ist verblüfft ... Nun, mit viel Fantasie ... Aber auch andere glauben, etwas zu erkennen.
Elizabeth ist überzeugt davon, dass Perse Eddie und Wireman herbeigerufen hat, denn hatte Wireman nicht auch nach seinem Selbstmordversuch die Gabe der Vorahnungen? Solche Leute braucht Perse. Sie selbst spricht diesen verhassten Namen jedoch nicht aus; als Eddie es für sie tut, bekommt Elizabeth einen schweren Anfall und muss ins Krankenhaus gebracht werden.
Wireman geht mit ihr, doch Eddie bleibt vorerst zurück – schließlich läuft gerade seine Ausstellung. Doch er kommt nach und lässt sich von Mary Ire hinbringen. Sie hat einen Zeitungsausschnitt für ihn, da sie nach dem Interview weiß, dass er sich für Elizabeths Vergangenheit interessiert. Es zeigt John mit seiner Tochter auf dem Arm, die gerade eine ihrer Zeichnungen – ein fröhlich lächelndes Pferd – in die Kamera hält. Der Journalist bezeichnet das kleine Mädchen als Wunderkind, und tatsächlich hat das Bild eine enorme Ausdruckskraft.
Im Wartezimmer des Krankenhauses ist Wireman ganz aufgelöst. Er hat Elizabeths letzte zusammenhängende Worte hastig hingeschrieben, bevor sie auf die Intensivstation musste: "Der Tisch leckt", "Sie werden es wollen, aber Sie dürfen es nicht." und "Ertränken Sie sie, damit sie weiterschläft." sind ihre Abschiedsworte – denn tatsächlich überlebt sie diese Nacht nicht.
In seinem Hotel hat Eddie eine Nachricht seiner Frau Pam: Sie wisse von Elizabeths Tod und wäre für ihn da, wenn er wollte. Er geht zu ihr (sie hat ein Zimmer im selben Hotel) und sie verbringen die Nacht zusammen, wobei sie ein letztes Mal miteinander Sex haben.

Wie man ein Bild zeichnet (VIII)

Die kleine Elizabeth wird sich der fremden Macht bewusst, die sich immer mehr ihrer bemächtigt und vertraut sich dem Kindermädchen Melda an.

Kapitel 14: Der rote Korb

Eddie und Ilse treffen sich am Hotelpool und sprechen über die Liebe, denn sie ist sehr wütend auf Carson Jones, der sie tatsächlich mit einer Sängerin seines Gospelchors betrogen hat. Eddie gibt ihr ein paar väterliche Ratschläge und bringt sie später zum Flughafen. Er ist froh, sie von der Insel zu haben, da er tatsächlich glaubt, dass dies hier kein Ort für sie ist. Er ahnt noch nicht, dass er sie niemals wieder sehen wird.
Ein Anruft von Wireman ist eine kalte und heiße Dusche gleichzeitig: Er hat Jack in alles eingeweiht und sie haben nach dem roten Picknickkorb gesucht und ihn gefunden, dabei aber feststellen müssen, dass jemand in Big Pink eingebrochen ist. Noch dazu hat Wireman erfahren, dass er Elizabeth Eastlakes Alleinerbe ist.
Sofort kommt Eddie zu seinem Haus. Es ist nicht verwüstet, es wurde auch nichts gestohlen, aber da sind drei Paar Fußabdrücke – zwei von Kinderfüßen, eines von einem Erwachsenen – und eine in rot geschriebene Botschaft auf einer Leinwand: WO UNSRE SCHWESTER. Daraus werden sie nicht schlau, denn wenn die Botschaft in der Tat von den toten Zwillingen stammen sollte, müssten diese doch sehr wohl wissen, wo Elizabeth ist. Meinten sie eine andere Schwester? Hannah und Maria sind bereits tot – doch wo Adriana, die älteste, abgeblieben ist, weiß niemand. Tatsächlich wird niemand diese drei Worte je entschlüsseln können.
Nun widmen sie sich aber endgültig dem roten Korb, der voll ist mit Elizabeths Gemälden, über 100 Stück. Anfangs sind sie sehr einfach, fast primitiv, werden aber rasant schnell immer gelungener, bis Eddie bald seinen eigenen Stil in ihnen wieder findet. Besonders verstört ihn ein Bild von einem kopfüber fliegenden Reiher, einem schreienden John Eastlake – und schließlich natürlich von dem Geisterschiff, das auch er schon gesehen hat: Hier ist die Perse, nur ohne den Namen auf der Seite, aber mit dem weiblichen Monstrum an der Reling.
Unter den Gemälden verborgen finden sie Pfeile, die zu der alten Schusswaffe John Eastlakes gehören, die Elizabeth noch hat – sie stellen fest, dass die Spitzen aus purem Silber gefertigt sind; da war wohl jemand abergläubisch.
Nach diesem Fund will Eddie nur eins: Malen. Denn so glaubt er, die Geheimnisse von Elizabeths Vergangenheit entschlüsseln zu können. Also lassen Wireman und Jack ihn allein, und Eddie begibt sich alleine nach Little Pink.

Kapitel 15: Eindringling

Einmal mehr malt Eddie wie in Trance und erfährt aus diesen Bildern Bruchstücke. Dass Elizabeth und ihr Vater 25 Jahre nach dem Verschwinden der Zwillinge wieder nach Duma Key zurückkehrten und auch glücklich waren; dass Perse durch die Puppe Noveen zu der kleinen Elizabeth sprach; wie der Alice den "Schatz" freilegte.
Eddie muss eine Pause machen, als ihn wieder einmal ein Wolfshunger überkommt. In der Küche aber wartet schon jemand auf ihn: Es ist ein Mann, eine Wasserleiche, fast nur ein Skelett, mit einer Handschelle am Handgelenk, deren anderes Ende für Eddie bestimmt ist – denn er soll abgeführt werden an Bord der Perse, die draußen im Mondlicht vor Anker liegt.
Er ist wie erstarrt, doch Wireman kommt ihm zur Hilfe. Er reagiert blitzschnell und stößt dem Eindringling einen Kerzenleuchter ins Gesicht, woraufhin der Untote sich in Nichts auflöst. Ein völlig eingeschüchterter Eddie ist sich sicher, dass er soeben die Bekanntschaft von Adriana Eastlakes Verlobtem, Emery Paulson, gemacht hat.
Gemeinsam fahren sie zurück zu Jack, der im Heron's Roost auf sie wartet und tragen ihr bruchstückhaftes Wissen zusammen. Eines wird Eddie schnell klar: Seine Bilder sind gefährlich, denn durch sie könnte Perse wirken. Somit telefoniert er hastig herum: Nannuzzi solle die noch nicht verschifften Bilder zurückhalten. Als er Tom Riley anruft, von dem er weiß, dass er eins erworben und bereits mitgenommen hat, wartet ein Schlag in den Magen auf Eddie: Der Anrufbeantworter geht ran – und Toms Nachricht ist an ihn gerichtet. Mit schwacher Stimme verkündet er, dass er nicht anders könne: Er werde jetzt zu Pamela fahren und sie töten.
Panisch ruft Eddie Pam an, die ebenfalls völlig aufgelöst ist, aber nicht, weil sie in Lebensgefahr schwebt, sondern weil sie soeben von Toms Selbstmord erfahren hat – er ist mit hoher Geschwindigkeit und ohne zu bremsen in eine massive Straßenabsperrung gefahren. Eddie glaubt, dass Tom noch ein letztes Mal zu sich gekommen ist und den Moment ausnutzte, um Perses Einfluss auf die einzige ihm zur Verfügung stehende Weise zu brechen. Eddie weist Pam an, alle zu kontaktieren, die Bilder gekauft hätten – sie weiß von Bozie und Kamen – und ihnen zu befehlen, diese zu zerstören.
Während sie auf Pams Rückruf warten, spekulieren sie weiter: Was genau Perse ist, wissen sie nicht, doch Eddie glaubt, sie müsse ein uralter weiblicher Gott sein, der über sein eigenes Schiff, ein Schiff der Toten verfügt. Wie es dazu kam, dass sie in der etwa 30 Zentimeter großen Porzellanfigur gefangen ist, ist nicht erklärbar. Ist sie überhaupt gefangen oder ist Perse einfach diese Figur? Niemand weiß es. Doch Eddie ist sich sicher, dass Elizabeth versuchte, Perses Macht zu zerbrechen, indem sie Perse malte und wegradierte (so entfernte Patrick Danville schließlich auch den Scharlachroten König in Der Turm) – doch es gelang ihr nicht, woraufhin Perse sich auf fürchterliche Weise rächte und die Zwillinge tötete.
Pams Rückruf bringt weitere schlechte Neuigkeiten. Zwar willigte ein verwirrter Bozie ein, sein Bild zu verbrennen – doch Kamen ist tot. Er starb an einem Herzinfarkt, und es kann nicht gesagt werden, ob dieser natürliche Ursachen hatte oder ob Perse ihre Finger im Spiel hatte.
Eddie weiß, was zu tun ist. Sie müssen sich nach Heron's Roost Nummer 1 in den Süden der Insel aufmachen, um das Übel zu bekämpfen.

Wie man ein Bild zeichnet (IX)

Eddie realisiert, dass er sich bezüglich Carson Jones getäuscht hat. Er bedeutet keine Gefahr für Ilse – die Gefahr, die Eddie spürte, ging von Ilse selbst aus, denn sie ist in Gefahr.

Kapitel 16: Das Spiel ist aus

Eddie glaubt, dass Perse vorerst plante, ihn als Waffe zu benutzen (ganz ähnlich wie Tak sich in Regulator Seth Garins Körper bediente, um Unruhe zu stiften), dass sie in ihm jetzt aber eine ernsthafte Bedrohung sieht. Mitten in der Nacht (Eddie schläft bei Wireman) fährt er aus einem unruhigen Schlaf hoch und weiß, was ihn geweckt hat: Ihm ist eingefallen, dass Ilse eines seiner Bilder hat. Er hat ihr "Das Ende des Spiels" geschenkt; es hängt bei ihr zu Hause.
Wieder ein Anruf – und Ilse steht völlig neben sich, ist unter Schlafmitteln, glaubt, Eddie müsse tot sein, schließlich habe sie geträumt, er sei ertrunken. Eddie versucht, zu ihr durchzukommen, und es gelingt ihm in der Tat (er flucht und schreit sie an, was sie aus ihrer Abwesenheit holt), sie dazu zu bringen, das von ihr so geliebte Bild im Gasherd zu verbrennen, noch während er am Telefon darauf wartet. Erst jetzt ist er halbwegs beruhigt. Und dennoch: Es war das letzte Mal, dass er je mit Ilse sprach.
Am nächsten Morgen sieht er am Strand einen Tennisball im Wasser schwimmen. Entsetzt starrt er die Wasserlinie entlang: Hunderte von Tennisbällen sind angeschwemmt worden, immer mehr je näher er zu Big Pink blickt. Mit schlimmsten Vorahnungen stolpert Eddie zu seinem Haus, wo Pams Stimme auf dem AB seine grässlichsten Vermutungen bestätigt: Mary Ire hat auch eins von Eddies Bildern gekauft und hat Ilse in ihrer Wohnung überrumpelt und ermordet. Pam hasse Eddie für seine Bilder und wolle nie mehr im Leben etwas von ihm hören.
Wie neben sich stehend verlässt Eddie sein Haus, zerbricht einen Besen und benutzt den abgebrochenen Stiel für etwas, was hier noch nicht enthüllt wird.

Kapitel 17: Das Südende der Insel

Ein typischer Lawn Jockey
Als Eddie Wireman und Jack vom Tod seiner Tochter erzählt, weiß er – während sein rechter Arm wieder kribbelt – unvermittelt mehr über den Mord als zuvor. Mary Ire hat Ilse mit einer Pistole niedergeschlagen, sie ins Bad gezerrt und dort in der Wanne ertränkt. Anschließend erschoss sie sich selbst.
Nun erinnert er sich auch daran, was er nach dieser schrecklichen Nachricht mit dem Besenstil tat: Er malte Ilses Körper in den Sand unterhalb von Big Pink, ohne selbst zu wissen, warum.
Es ist Zeit für die Expedition. Zuvor jedoch malt er zwei Bilder. Eines von der Brücke, die Duma Key mit der nächsten Insel verbindet und eines mit Wireman und Jack. Die Brücke zeichnet er im hochgeklappten Zustand (so, wie sie zu diesem Zeitpunkt ist, sodass größere Schiffe darunter durchfahren können) und manipuliert mit Bleistift und Radiergummi ihre Mechanik derart, dass sich die beiden Brückenteile nicht mehr herunterfahren lassen – jetzt sind sie auf der Insel ungestört, da keiner mehr zu ihnen durchkommt.
Sie bewaffnen sich mit John Eastlakes altem Harpunengewehr und den Silberharpunen, dann geht es los Richtung Süden. Jack ergeht es schnell so wie einst Ilse und er muss sich heftig übergeben. Schnell ändert Eddie das Bild von Jack und malt ihm ein breites Lächeln ins Gesicht, woraufhin es Jack sofort besser geht.
Doch in Heron's Roost 1 gehen noch Elizabeths alte Geister um. Die ersten sehen sie noch auf der Straße: Eine Gruppe bunter, überdimensional großer Frösche hüpft vor dem Auto über den Weg. Nicht der Big Boy, aber sicher Vorstufen zu diesem Monster.
Das Haus selbst ist für Eddie eine herbe Enttäuschung, hatte er doch gehofft, dort weitere Bilder von Elizabeth zu finden. Doch der ganze obere Teil des Hauses ist verfallen, das Gebäude kaum mehr als eine baufällige Ruine. Dann eine Bewegung links von ihnen, nein rechts. Ein Mann, gleichzeitig substanzlos und doch sehr real, scheint sich willkürlich durch den Raum teleportieren zu können, ohne die Beine zu Hilfe nehmen zu müssen. Es ist Wireman, der versteht, dass es sich hierbei um einen Lawn Jockey handelt, eine Anfang des 20. Jahrhunderts beliebte Neger-Figur für den Garten. Diese hier führt ein seltsames Halbleben und soll Fremde abschrecken – offenbar hat Elizabeth ihn einst gemalt.
Doch warten hier auch durchaus reale Gefahren. Fledermäuse verschrecken Jack, und die Lage spitzt sich unvermittelt zu, als aus dem völlig versumpften Swimmingpool ein ausgewachsener Alligator auf sie zukommt. Wireman, der in diesem Moment von einer inneren Ruhe überkommen ist, für die Eddie ihn nur bewundern kann, erlegt das Tier mit zwei gezielten Schüssen aus der Waffe, die er sich einst auf Elizabeths Geheiß zur Selbstverteidigung besorgte.

Kapitel 18: Noveen

Vorsichtig klettern sie nun in das alte Haus und sehen sich um. In einer Schublade finden sie eine alte Notiz, eindeutig ein Beweis dafür, dass John Eastlake mit dem Immobilienmagnat Dave Davis während der Prohibition eifrigen Alkoholhandel betrieb. Dabei lieferten sie Whisky in kleinen Keramikfässchen mit der Aufschrift Tisch – ihnen ist nun sofort klar, was Elizabeth mit ihrem mystischen Satz "Der Tisch leckt" gemeint haben musste. Und Wireman ist sicher, dass es kein Zufall ist, dass sie diese Aufzeichnung hier finden und glaubt sich von einer guten Macht gelenkt.
Sehr ergiebig war die Suche aber nicht; sind sie deswegen den ganzen Weg gekommen? Doch da erinnert sich Wireman an eine typisch Eastlakesche Spezialität, die auch Elizabeth zu Hause in Heron's Roost 2 pflegte: Eine versteckte Klappe in einer Treppenstufe birgt dort wichtige Wertsachen. Und tatsächlich werden sie auch hier fündig. Aber sie finden keine Gemälde ... sondern Noveen. Die Puppe erinnert Eddie sofort an seine Wutpuppe Reba, während Jack bei ihrem Anblick etwas verlegen an die Zeit denken muss, als er sich für die Bauchrednerei interessierte und sogar ein bisschen Übung darin erlangte (siehe auch Morton).
Eddie und Wireman werden sofort hellhörig. Jack solle doch einmal etwas vorführen. Jack ist dies peinlich, doch die beiden insistieren, also versucht er es. Anfangs stellt er sich etwas ungeschickt an, macht den Spaß aber mit – bis er auf einmal in sich zusammensackt und mit einer Stimme spricht, die nicht mehr die seine ist, während seine unabhängig von ihm selbst zu existieren scheinenden Finger Noveen bewegen: Etwas spricht durch Jack und durch Noveen, aber es ist nicht Perse, sondern die Macht, von der vorher Wireman sprach (vielleicht das "Weiße", das schon Alan Pangborn und Jake Chambers leitete? Vergleiche auch hier).
Noveen trägt Eddie auf zu malen, auf dass er die Geschichte von Elizabeth und Perse verstehen möge. Auf diese Weise erfährt er von Charley, dem Lawn Jockey, der Teil einer Gespenstergeschichte von Melda war und die Kinder einigermaßen einschüchterte. Von Meldas Idee, Perse loszuwerden – eine Idee, die nach hinten losging und zum Tod der beiden Mädchen führte, die ins Meer getrieben wurden.
Die Puppe meint, sie könne noch besser auf Eddie einwirken, wenn er sie in die Hand nehmen würde. In die rechte Hand. Ohne nachzudenken tut er dies, denn er hat wieder eine rechte Hand, und fällt in Trance.

Wie man ein Bild zeichnet (X)

Emery Paulson ist mit seiner Verlobten Adriana nach Duma Key gekommen, um bei der Suche nach den vermissten Zwillingen zu helfen. Er genehmigt sich eine Zigarettenpause am Strand, als er diese tatsächlich sieht: Sie kommen aus dem Meer auf ihn zu, geschwächt und immer wieder untergehend. Sie rufen nach Hilfe, und natürlich reagiert Emery sofort. Das ist sein Todesurteil, denn freilich stehen die toten Schwestern unter Perses Befehl und ertränken ihn.

Kapitel 19: April 1927

Jack und Wireman holen Eddie aus seiner Trance, da sie fürchten, dass er sonst den Verstand verlieren könnte – denn er hat wie ein Besessener gemalt. Und draußen ist die Perse erschienen; es wird Zeit, dass sie handeln.
Rasch geht Eddie mit ihnen seine neuen Bilder durch, die für sich allein für die beiden anderen unverständlich sind. Auf den Punkt gebracht zeigen sie, was der Leser in "Wie man ein Bild malt X und XI" erfährt.

Wie man ein Bild zeichnet (XI)

Melda hat es mit Elizabeth geplant: Das Mädchen wird die Porzellanfigur in Süßwasser versenken, während Melda auf Adriana aufpasst, auf die es die Dämonin auch abgesehen haben könnte. Aber Adriana ist besorgt um ihren früher am Tag nun auch verschwundenen Verlobten und begibt sich nach Sonnenuntergang zum Strand. Mit dem bewaffneten John Eastlake im Schlepptau eilt Melda ihr hinterher und findet eine schreckliche Szene vor: Adriana watet auf Emery zu, der aber längst von Perse gelenkt wird und sie sich schnappen will – und da sind auch die Zwillinge. Melda stürzt dazu und will Emery von Adriana reißen, die noch immer nicht begreift, was Sache ist. John kommt dazu, und als sich im allgemeinen Chaos ein Schuss löst, durchbohrt eine Harpune Adrianas Hals.
John ist völlig aufgelöst, und als Melda – die einzige, die die wahren Zusammenhänge durchschaut – auch noch auf seine wundersam wieder zurückgekehrten Zwillinge losgeht, zieht er den falschen Schluss und sieht alle Schuld bei dem Kindermädchen. Mit einem weiteren Schuss tötet er auch noch Melda.

Kapitel 20: Perse

Eddie glaubt, dass er im Schuppen des Anwesens auf die Keramikfässchen treffen wird, die von Elizabeth einst benutzt wurden. Dort drinnen lauert ein Reiher, den Wireman ohne Gewissensbisse erledigt. Doch noch eine böse Überraschung wartet dort auf sie: Die Fässchen sind zwar da, aber alle zerbrochen – und sie selbst haben nicht weit genug mitgedacht: Sie haben keinerlei Behältnis für die Porzellanfigur, wenn sie sie denn einmal gefunden haben.
Diesbezüglich hat Jack aber keine Probleme; er wüsste eine Lösung, jetzt sollten sie erst einmal diese Figur finden. Eddie glaubt, dass der echte Charley Perses Grab markiert, und sie finden die auf dem Kopf stehende Statue über einer Zisterne. Das passt: Ein nasses Grab ist genau das, was Elizabeth wollte. Sie entfernen die Statue und den Deckel. Unten liegen zwei Skelette – Adriana und Melda – und ein angeknackstes Keramikfässchen.
Es sind noch fünfzehn Minuten bis Sonnenuntergang, als Eddie mit einer Leiter aus dem Schuppen hinabklettert. Und alle hören Perses Stimme in ihren Köpfen: Sie sollen verschwinden oder sie wird sie alle töten. Aber Eddie lässt sich nicht beirren, erst recht nicht, als Jack meint, er könne die Keramikfigur – zumindest vorübergehend – im vorher mit Trinkwasser gefüllten Batteriefach der Taschenlampe verstauen.
Unten angekommen sieht Eddie, dass das Keramikfässchen einen Sprung hat, weil ein Stein aus der Zisternenwand darauf gefallen ist. War dies Zufall oder hat Perse mit eisernem Willen diesen Stein gelöst? Er kann nur spekulieren, und dazu ist keine Zeit, denn oben kommt die Besatzung der Perse zum Kampf. Und nun ist es soweit: In diesem alles entscheidenden Moment kann Eddie seinen rechten Arm voll nutzen, als er das Fässchen ganz zerstört und die Figur herauszieht.
Er nimmt sich nicht die Zeit, diese ausgiebig unter die Lupe zu nehmen, sondern verstaut sie hastig in seiner Hemdstasche, um – jetzt wieder einarmig – die Taschenlampe aufzufüllen. Als das letzte Tageslicht schwindet, wird die Figur in seiner Tasche lebendig und wehrt sich, indem sie ihn durch den Stoff schmerzhaft beißt. Während Jack und Wireman oben gegen die Untoten antreten, steckt Eddie die vor Wut tobende Perse wieder ins Süßwasser, hat nun aber ein Problem: Er kann das Batteriefach mit nur einem Arm nicht zuschrauben, ohne dass das Wasser wieder herausläuft. Er braucht Hilfe von oben und Jack kommt. Denn in dem Moment, in dem Perse ins Wasser fiel, ist ihre Crew oben abgezogen.
Jack hilft Eddie beim Versiegeln der Taschenlampe, und nachdem Jack wieder nach oben gegangen ist, zieht Eddie von Meldas Skelett die silbernen Armreife ab, da er glaubt, sie noch gebrauchen zu können. Wieder draußen erzählt ihm Wireman, was geschehen ist: Die Zwillinge und Emery Paulson haben ihn angegriffen – Emerys Skelett liegt von einer Harpune durchbohrt da, die Zwillinge sind geflohen. Schnell schieben sie Emerys Knochen in die Zisterne und verschließen diese wieder.
Die Taschenlampe kann nur ein Provisorium sein, doch Wireman hat schon eine Idee: Er kennt einen Silberschmied, der ihnen sicherlich einen silbernen Kasten bauen wird, der die Figur samt Taschenlampe aufnehmen kann.
Sie wenden sich ab und gehen zurück zum Heron's Roost 2 – Eddie ist sich sicher, dass niemand jemals mehr hierher kommen wird. Er hat gute Gründe, das zu glauben ...

Kapitel 21: Die Muscheln bei Mondschein

Zurück von der Expedition leuchtet das Licht auf Wiremans Anrufbeantworter. Samson, der Polizist, der Ilse Freemantles Mord untersucht, möchte Eddie sprechen, denn es gibt da einen Aspekt des Falls, der ihn sehr verwirrt. Als er sagt, worum es sich handelt, wird Eddie etwas Schreckliches klar.
Gegen den Protest von Jack (Wireman wünscht Eddie nur viel Glück) schnappt Eddie sich die Taschenlampe und bricht allein auf nach Big Pink. Er hat eine schlimme Theorie und will sehen, ob sie stimmt. An dem Tag, an dem er von Ilses Tod erfuhr, malte er ihre Umrisse wie in Trance mit einem abgebrochenen Besenstil in den Sand. Hat Perse ihn dazu gebracht? Wenn ja, warum?
Und nun dieses Detail, das den Polizisten verwirrte: Mary Ire hatte die bewusstlose Ilse in der Badewanne ertränkt – doch zuvor hatte sie mehrere Päckchen Salz in das Badewasser gegeben. Ilse wurde in Salzwasser ertränkt, wie auch die Zwillinge und Emery, die daraufhin unter Perses Kommando standen. Doch Ilses wahrer Leichnam ist für Perse außer Reichweite – kann sie nun einen "Ersatzleichnam" befehligen, zum Beispiel einen, der in Sand gemalt ist?
Schon bestätigt sich Eddies Verdacht, als ihm eine Gestalt entgegenkommt, ein Sanddämon, der eindeutig Ilses Züge trägt und nicht einmal bedrohlich, sondern ganz ruhig auf Eddie einredet. Es ist klar: Perse will Eddies Liebe zu seiner Tochter in einem letzten verzweifelten Versuch ausnutzen, ihn dazu zu bringen, die Porzellanfigur wieder freizugeben. Der Sanddämon muss nur nahe genug rankommen ... Aber Eddie hat mitgedacht: Die Taschenlampe, die er dabei hat, ist eine andere – die mit Perse ist sicher im Wandsafe der Eastlakes verstaut.
Als Perse das begreift, geht das Sandwesen zum Angriff über, doch ein Schlag mit Eddies Faust genügt, denn er trägt mittlerweile Meldas Armreife. Der Sand explodiert in alle Richtungen, Ilse ruht endgültig in Frieden.

Kapitel 22: Juni

Eddie ist zusammen mit Wireman zurück nach Minnesota gekommen. Mit einem kleinen Boot fahren sie gemeinsam auf dem dortigen Lake Phalen zu einer eigens markierten Stelle. Sie habe Wiremans Plan in die Tat umgesetzt: Perse ruht nun in einer mit Süßwasser gefüllten Taschenlampe, die eingeschlossen ist in einem mit Süßwasser gefüllten Behälter aus purem Silber. Wie lange das gut gehen wird, kann niemand sagen, doch beide sind durchaus optimistisch.
Und hier, das hat Eddie in Erfahrung gebracht, dürfen keine Netze ausgeworfen werden, außerdem ist der See an dieser Markierung immerhin 116 Meter tief. Eddie spricht letzte Worte: "Schlafe für immer" – und Wireman versenkt die Silberkiste.
Wireman enthüllt große Pläne: Er will in Mexiko, in Tamazunchale, ein altes Hotel auf Vordermann bringen und würde sich wünschen, dass Eddie ihn mit seinem Fachwissen unterstützt. Eddie will erst einmal sein eigenes Leben auf die Reihe kriegen, verspricht aber, der Idee eine Chance zu geben. Er hat indes auch einen Plan: Er wird ein letztes Gemälde in Angriff nehmen. Es werden keine Menschen zuschaden kommen, dafür wird er sorgen, aber nach seinem Alice wird auf Duma Key kein Stein mehr auf dem anderen sitzen ...
In der Tat wird es Eddie nach Tamazunchale verschlagen, wo er seine Erlebnisse schließlich niederschreibt – doch Wireman sieht er nicht mehr wieder; der starb nur zwei Monate nach ihrem letzten Treffen an einem Herzinfarkt.

Wie man ein Bild zeichnet (XII)

Das letzte Geheimnis beim Malen eines guten Bildes ist es, dass man wissen muss, wann man aufzuhören hat ...


V E Artikel über Wahn
RomanInhaltsangabe (Teil I und Teil II) • VerknüpfungenRezensionen • Coverpage
Charaktere: Royal BonnierCandy BrownJack CantoriFamilie Eastlake (Adriana, Elizabeth, Maria und Hannah, John, Tessie und Lo-Lo) • Familie Freemantle (Edgar, Ilse, Melinda, Pam) • Tina GaribaldiKathi GreenMary IreXander KamenMelda-LouDario NannuzziNoveenEmery PaulsonPerseRebaTom RileyJerome Wireman
Orte: Big PinkDuma Key, FloridaHeron's RoostLake PhalenSarasota, Florida
Sonstiges: AliceEdgars KunstwerkeEdgars UnfallElizabeths KunstwerkeErinnerungPerses Opfer