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Joyland: Inhaltsangabe

157 Byte hinzugefügt, 18:13, 18. Mär. 2015
Illustrationen dazu
:Innerhalb der ersten Wochen lernt Devin, wie ein echter Jahrmarktsangestellter zu reden <ref>Der gesamte Roman ist in einem entsprechend ungewöhnlichen Wortschatz verfasst, in den auch der Leser erst hineinwachsen muss.</ref>, und es dauert auch nicht lange, bis er dazu verdonnert wird, das Fell zu tragen, etwas, wovon er immer wieder gehört, was er aber nie so recht begriffen hat. Jetzt also weiß er, was dies bedeutet: Er muss sich als das Maskottchen des Parks verkleiden und für die Besucher - natürlich vor allem für die Kinder - als Howie, der glückliche Hund posieren. Im Kostüm wird es rasch so heiß, dass ein Auftritt als Howie auf eine Viertelstunde beschränkt ist, doch obwohl Devin schnell wie verrückt schwitzt, erweist er sich als Naturtalent für den Job, begeistert die Kinder und ist selbst davon sehr angetan ... Sogar Mr. Easterbrook kann ihm nur zu seinem ersten Auftritt gratulieren.
:Der diesen Bericht verfassende Devin, der mittlerweile kurz vor der Rente steht, verrät uns zu diesem Zeitpunkt, dass Tom und Erin heiraten werden, Tom aber bereits {{SKU|1992}} an einem Gehirntumor versterben wird; Erin und Devin bleiben stets gute Freunde. Devin erwähnt dies an dieser Stelle, weil er Toms langsames Dahinsiechen mit dem Tod seiner eigenen Liebesbeziehung zu Wendy Keegan vergleicht, den er nun schildert.
:Zuerst reagiert sie auf seine Briefe nur mit nichtssagenden Antworten, dann gar nicht mehr, schließlich zieht sie um, ohne ihm etwas davon zu sagen - zu guter Letzt teilt sie ihm in einem dreiseitigen Brief mit, dass sie einen Neuen kennengelernt habe. Devin verkraftet diese erste Zurückweisung in seinem Leben nur schwer; so sehr setzt ihm der Schlussstrich zu, dass er vor Liebeskummer derart stark abnimmt, dass Rosalind und [[Lane Hardy]] ihn beiseite nehmen und ihn auffordern, mehr zu sich zu nehmen, bevor er einfach nur tot umfällt. Rosalind führt auch ein Gespräch unter vier Augen mit Devin: Er werde bald einen Jungen mit einem Hund und ein Mädchen mit einem roten Hut und einer Puppe treffen, eine von beiden habe das [[Zweite Gesicht]]. Zudem solle er sich vor dem [[Horror House]] hüten, da es dort spuke.[[Bild:Joyland Illustration1.jpg|thumb|right|200px|<center>Eine Zeichnung aus der illustrierten Originalausgabe</center>]]
:Am [[04. Juli]], dem Nationalfeiertag, geht eine dieser Prophezeiungen in Erfüllung. An diesem Tag stellt Devin einen neuen Rekord als Howie auf, da er das Kostüm ganze zehn Mal trägt; bei seiner allerletzten Schicht sieht er das von Rosalind beschriebene Mädchen - und es schwebt in Lebensgefahr. Als [[Hallie Stansfield]] Howie sieht, will sie begeistert seinen Namen schreien, doch hat sie gerade einen großen Bissen Hot Dog zu sich genommen und droht nun, an diesem zu ersticken. Devin handelt instinktiv und rettet sie mit dem Heimlich-Griff (auch wenn dieser damals noch nicht offiziell so hieß). Ein von dieser Heldentat geschossenes Foto schafft es auf mehrere Titelseiten; eine unschätzbare Werbung für den Park, vor allen Dingen, als aufgrund der Heldentat noch ein weiterer Pressetermin anberaumt wird. Bei Mr. Easterbrook hat Devin jetzt einen Gefallen gut, und [[Mr. Stansfield|Hallies Vater]] will Devin sogar einen Scheck über 500 Dollar ausstellen. Das will Devin nicht annehmen, da er weiß, dass die Familie knapp bei Kasse ist und [[Mrs. Stansfield]] ein weiteres Kind erwartet.
:Kurz darauf verbringen Tom, Erin und Devin einen gemeinsamen freien Tag am Strand, wobei das Gespräch auf den angeblichen Spuk im Horror House kommt. Erin hat auch etwas davon gehört: Dort soll vor vier Jahren eine junge Frau ermordet worden sein. Tom ist halb verärgert, halb erstaunt über die Gutgläubigkeit der beiden und bezeichnet zum einen Rosalind als Betrügerin, zum anderen sämtliche Gruselgeschichten als ausgemachten Blödsinn. Devin jedoch hatte sich vorab schon mit Mrs. Shoplaw unterhalten, die ebenfalls etwas wusste über die Ermordung einer [[Linda Gray]].
:Darüber sehr aufgeregt ruft Mike Devin am Abend noch einmal an und sagt etwas Unheimliches: Hauptsächlich, so glaubt Mike selbst, möchte er des Mädchens wegen in den Park, da es schon zu lange eingesperrt sei. Keine Frage: Er meint Linda Gray. Mehr noch: Er ist überzeugt, dass dieses Mädchen bereits der Grund dafür war, dass er seine Mutter einst dazu brachte, überhaupt erst in diese Gegend zu ziehen. Linda Gray hat ihn in ihre Nähe gelockt.
:Devin beschleicht ein mulmiges Gefühl: Hat er den Mund zu voll genommen, als er Mike den Besuch im Park gestattete? Schließlich ist es ja nicht an ihm, das zu entscheiden ... Doch Devin ist ein Held; die Zeitungsberichte über ihn haben Joyland so populär gemacht wie nie zuvor, sodass Fred Dean ihm diesen Wunsch tatsächlich nicht abschlagen kann. In der nächsten Woche kann Mike kommen.
[[Bild:Joyland Illustration2.jpg|thumb|right|200px|<center>Eine Zeichnung aus der illustrierten Originalausgabe</center>]]
:Tom und Erin kommen an diesem Wochenende fünf Wochen nach ihrem letzten Arbeitstag im Park zu Besuch. Tom weiß, dass Erin eine Weile mit Devin alleine sein will, da sie Nachforschungen über Linda Gray angestellt hat. Tom will davon nichts wissen, und so ist er nicht dabei, als Erin Devin ihre erstaunlichen Ergebnisse präsentiert. Linda ist ein Opfer in einer ganzen Reihe von mindestens vier oder gar fünf weiblichen Ermordeten. Sie alle wurden im Sommer umgebracht, stets war ihr Mörder ihr momentanes Date, allen wurde die Kehle durchgeschnitten - und in jedem Fall war ein Jahrmarkt ganz in der Nähe der Tatorte - stammt der Mörder also aus diesem Milieu? Erin hat ihre Hausaufgaben gemacht und so erstaunliche Schlüsse gezogen, dass Devin sie mit Inspektor Columbo vergleicht: Auch bei einem anderen Mordfall nämlich taucht bei einer Zeugenaussage eine Tätowierung auf einer Hand auf; allerdings wurde damals ein Kreuz erkannt, kein Vogelkopf. Erin konnte in der Tat alte, einst von Hollywood-Mädchen in Joyland gemachte Fotos auftreiben, bei denen Linda Gray und ihr Mörder im Hintergrund auszumachen sind. Auf den Bildern trägt Linda Gray ein blaues Haarband, ein Detail, das die Polizei zurückhielt, um den wahren Übeltäter einst überführen zu können. Auch der Täter ist zu sehen: Zwar erkennt man nie das Gesicht des Killers, doch in zwei Fällen seine Tätowierung: einen Vogelkopf. Doch auf einem Bild sieht dieser ganz verlaufen aus, da es ein heißer Tag war und der Mörder schwitzte. Erin schließt daraus: Der Täter ließ sich jedes Mal eine neue, nicht permanente Tätowierung auf die Hand malen, um die Blicke möglicher Zeugen auf dieses Detail zu lenken. Der Trick funktionierte, denn außer an eine - letztlich irreführende - Tätowierung konnte sich kein Zeuge an etwas anderes erinnern.
:Beim Abschied macht Tom Devin klar, dass er nicht wünscht, dass Erin weitere Nachforschungen für ihn anstellt, das tue ihm, ihr und auf lange Sicht ihren Noten nicht gut.
:Devin begreift, dass er Lane in der engen Riesenrad-Gondel nur überlisten kann, wenn er ihn richtig wütend macht, so unterstellt er ihm Impotenz, da Lane keines seiner Opfer vergewaltigte. Tatsächlich verärgert er den Killer, doch bevor Devin irgendetwas Dummes anstellen kann, erschallt von unten ein Ruf, Devin solle sich ducken. Er gehorcht sofort und sieht, wie Lane mit einem Kopfschuss zu Boden geht. Unten steht Annie, eines ihrer Gewehre im Anschlag.
:Devin schwebt weiterhin in großer Gefahr, denn vor seinen Augen wird ein Fahrgeschäft von einem Blitz getroffen. Doch mit Hilfe des Not-Aus-Knopfes kann Annie ihn aus dem Carolina Spin befreien. Devin ist fassungslos: Wie konnte Annie ahnen, dass er in Lebensgefahr war? Aber die Antwort überrascht ihn dann doch nicht: Mike hat seine Mutter losgeschickt, da ihm ein Geist erschienen war, der ihn warnte. Die Geschichte, die sie sich für die Polizei zurechtlegen, ist freilich eine andere: In Devins Coverstory hat er Annie sofort nach Lanes Anruf vorgewarnt und sie dazu gedrängt, sich zu verbarrikadieren und mit ihrem Sohn zu Hause zu bleiben, woran sie sich jedoch nicht hielt. Es funktioniert, denn nicht genug damit, dass die Polizei sie weitestgehend in Ruhe lässt - in den Medien wird Annie als heldenhafte Mutter zelebriert, was sie selbst hasst.
[[Bild:Joyland Illustration3.jpg|thumb|right|200px|<center>Eine Zeichnung aus der illustrierten Originalausgabe</center>]]
:Von Mike will Devin später mehr wissen über die Vorfälle jener Nacht. Wie schon Annie berichtet auch Mike von einem geisterhaften Besuch mitten in der Nacht, und Devin geht wie selbstverständlich davon aus, dass Linda Gray gemeint ist. Das überrascht Mike: Es geht keineswegs um Linda, die ist befreit und in das Reich der Toten übergetreten. Nein, es war ein ''Mann'', der Mike erschien. Als Devin erfährt, dass Eddie Parks in der Nacht einen zweiten, diesmal tödlichen Herzinfarkt erlitt, begreift er, dass Eddie es war, der Mike warnte. Warum tat er das? Vielleicht, weil Devin der einzige war, der ihn im Krankenhaus besuchte? Weil er ihm ein Bild von seiner Familie mitbrachte? Devin wird es nie definitiv wissen können.

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