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Sergej Lukianenko: '''''Spektrum''''' (2002)
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Greg Rucka: '''''Dschihad''''' (2007)
  
"Als die Menschen eines Tages ein von Außerirdischen installiertes Teleportationssystem entdecken, beginnt für Privatdetektiv Martin Dugin das Abenteuer seines Lebens: Denn dieses System ermöglicht es, in Sekunden die Abgründe zwischen den Planeten der Galaxis zu überwinden. [...] Ein atemberaubender Trip durch die Galaxis, mit dem Sergej Lukianenko seinen Ruhm als bester russischer Fantastik-Autor der Gegenwart begründete."
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:"Die Aktion war von langer Hand vorbereitet, wie ein Uhrwerk sollte sie ablaufen. Und trotzdem wäre sie beinahe gescheitert, denn Menschen sind nun mal keine Maschinen, und manchmal haben sie Angst.  
  
Ein wahrlich beklopptes Buch: Douglas Adams goes Immaneuel Kant! Die Geschichte, so haaresträubend sie auch ist, bietet einen Schaukasten in die Abgründe des Verstandes und der Suche nach dem Sinn der Existenz.
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:Nach einem tödlichen Brandanschlag auf die Londoner U-Bahn mit zahllosen Opfern beschließt die englische Regierung einen Vergeltungsschlag gegen den Dschihad. Einer der Hintermänner des Attentats soll liquidiert werden. Eine Aufgabe für die operative Abteilung von MI6. Die Wahl fällt auf Tara Chace, die ehrgeizige und begabte Agentin, deren Disziplin allerdings manchmal zu wünschen übrig lässt, besonders wenn es um Männer geht. Denn in der Liebe wie im Krieg spielt Tara nach ihren eigenen Regeln."
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Was wie ein 08/15-Thriller klingt, entpuppt sich schnell als tiefgründiges Werk über die für die westliche Welt unverständliche Denkweise des Islam. Zwar ist die Hauptcharakterin, Tara Chace, in ihrer banalen Vulgarität eine recht schwache Besetzung, doch macht der Antagonist auf der Terrorseite dieses Makel wieder wett. Der Fundamentalist entspricht dem Stereotyp des Selbstmordattentäters, allerdings schafft es der Autor diesem Urtyp einen nachvollziehbaren Hintergrund zu geben. Das Buch hat zahlreiche mitunter sehr mutige Twists, die den Leser immer wieder an die Grenze seiner Akzeptanzbereitschaft treiben.
  
 
;[[Benutzer:Wörterschmied/Buchtipp 2011|Archiv 2011]]
 
;[[Benutzer:Wörterschmied/Buchtipp 2011|Archiv 2011]]
*2011/01 Ken Follett: ''Die Nadel''
 
*2011/02 Peter V. Brett: ''Das Lied der Dunkelheit''
 
*2011/03 Peter V. Brett: ''Die Schatzinsel''
 
*2011/04 Frank Schätzing: ''Nachrichten aus einem unbekannten Universum''
 

Version vom 17. September 2011, 16:31 Uhr

Buch-Tipp September 2011

Greg Rucka: Dschihad (2007)

"Die Aktion war von langer Hand vorbereitet, wie ein Uhrwerk sollte sie ablaufen. Und trotzdem wäre sie beinahe gescheitert, denn Menschen sind nun mal keine Maschinen, und manchmal haben sie Angst.
Nach einem tödlichen Brandanschlag auf die Londoner U-Bahn mit zahllosen Opfern beschließt die englische Regierung einen Vergeltungsschlag gegen den Dschihad. Einer der Hintermänner des Attentats soll liquidiert werden. Eine Aufgabe für die operative Abteilung von MI6. Die Wahl fällt auf Tara Chace, die ehrgeizige und begabte Agentin, deren Disziplin allerdings manchmal zu wünschen übrig lässt, besonders wenn es um Männer geht. Denn in der Liebe wie im Krieg spielt Tara nach ihren eigenen Regeln."

Was wie ein 08/15-Thriller klingt, entpuppt sich schnell als tiefgründiges Werk über die für die westliche Welt unverständliche Denkweise des Islam. Zwar ist die Hauptcharakterin, Tara Chace, in ihrer banalen Vulgarität eine recht schwache Besetzung, doch macht der Antagonist auf der Terrorseite dieses Makel wieder wett. Der Fundamentalist entspricht dem Stereotyp des Selbstmordattentäters, allerdings schafft es der Autor diesem Urtyp einen nachvollziehbaren Hintergrund zu geben. Das Buch hat zahlreiche mitunter sehr mutige Twists, die den Leser immer wieder an die Grenze seiner Akzeptanzbereitschaft treiben.

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