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Sara: Inhaltsangabe (Teil I)

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Überblick
Stephen Kings Roman Sara ist untergliedert in 29 Kapitel und einen Epilog. Dieser Teil I der Inhaltsangabe umfasst alle Kapitel bis inklusive Kapitel 15, erste Hälfte.
Zu Teil II geht es hier entlang!

Bag of Bones.jpg

Kapitel 1

Derry, im August 1994: Der 36-jährige Bestseller-Autor Mike Noonan muss den Tod seiner zwei Jahre jüngeren Frau Johanna betrauern, die nach einem kleinen Einkaufsbummel an einem Gehirnschlag verstarb. Gerade hat sie noch bei Joe Wyzer etwas in der Apotheke gekauft, danach geschieht direkt davor ein schwerer Verkehrsunfall, der alle so sehr auf Trapp hält, dass niemand die am Boden liegende Jo bemerkt, bis es zu spät ist. Joe Wyzer findet sie, und obwohl er sich darum bemüht, für sie einen Krankenwagen zu bekommen, muss er sich doch eingestehen, dass sie nicht mehr zu retten ist.
Als Mike den Inhalt von Jos Handtasche durchgeht, stellt er schockiert fest, dass sie einen Schwangerschaftstest gekauft hatte – und tatsächlich wird bei der Autopsie bestätigt, dass Jo in der siebten Woche schwanger war. Mike kann nicht begreifen, weshalb Jo dies für sich behalten hatte – seit Jahren war ein Kind ihrer beider sehnlichster Wunsch, sie hatten sogar schon Namen für die potentiellen Kinder: Andrew oder Kia. Die mögliche Erklärung, dass Jo sich einfach sicher sein wollte, will nicht so ganz zu der lebensbejahenden Jo passen, die Mike kannte.
Es ist Jos großer Bruder Frank Arlen, der die Beerdigungsformalitäten in die Hand nimmt und Mike jederzeit Hilfe anbietet. Auch er wusste nichts von Jos Schwangerschaft und ist ebenso geschockt von dieser neuen Nachricht.
Beim Aufräumen stößt Mike auf das letzte Buch, in dem Jo geschmökert hatte und erleidet den schlimmsten Weinkrampf seit dem Tod seiner Frau. Er steht ihn alleine durch. In jener Nacht sucht ihn ein Alptraum ein, in dem Jo unter dem Bett liegt und ihn auffordert, ihm das Buch zurückzugeben.

Kapitel 2

Mike ist mit seinen Büchern konstant erfolgreich, schafft jedoch nur selten den Sprung in die Top Ten der Bestsellerlisten. Sein zweiter Roman war noch am erfolgreichsten, wurde aber überholt von Thad Beaumonts unter dem Pseudonym George Stark geschriebenen Roman Steel Machine; Mike weiß zu berichten, dass Thad trotz seines Erfolges Selbstmord begangen hat, kennt aber die Hintergründe nicht.
Es gelingt Mike, das bereits zu 80% vervollständigte Buch Von ganz oben zu beenden, danach packt ihn erstmals in seiner Karriere eine Schreibblockade. Mike glaubt, dass dies etwas mit dem Ritual zu tun hat, das er mit Jo einst aufbrachte: Als Mike seinen zweiten Roman fast beendet hatte, stoppte er eine Zeile vor Schluss, holte sich zwei Gläser und eine Flasche Champagner und teilte Jo mit, dass er fast fertig sei, worauf sie antwortete: 'Nun, dann geht das ja in Ordnung, oder?' Daraufhin nahm er sie mit in sein Arbeitszimmer und diktierte ihr die letzte Zeile. Dieses Ritual fand in Abwandlungen bei jedem Roman von Mike statt, und er versucht auch, es bei seinem neusten Buch allein durchzuziehen – ein eher erbärmlicher Versuch, an der Vergangenheit festzuhalten.
Danach kann Mike vier Jahre lang nichts mehr schreiben.

Kapitel 3

Lange bemerkt niemand Mikes Blockade, da er außer seinem jüngsten Werk drei weitere Bücher aus seinen produktivsten Phasen in einem Schließfach aufbewahrt und wie ein Uhrwerk im ersten Quartal jeden Jahres hervorzaubert. 1995 veröffentlicht er Von ganz oben; 1996 ist er noch immer nicht allzu beunruhigt, als er Gefährliche Neigung aus dem Schließfach holt; bei Darcys Bewunderer 1997 ist sein Optimismus aber fast dahin, auch wenn er jedem gegenüber immer wieder versichert, alles laufe prächtig. Wohl wissend, dass er nur noch ein Manuskript in der Hinterhand hat, fragt er seinen Agenten, ob er nicht ein Jahr Pause nehmen könne, was dieser vorhersehbar für keine gute Idee hält.
Es ist während dieses Telefonats, dass Mikes Blick auf ein Bild von Sara Lacht fällt. Dies ist der Name des Sommerhauses an der Straße TR 90 am Dark Score Lake, das er mit Jo nach dem großen Erfolg seines ersten Romans kaufte. Bis heute hat er es nach dem Tod seiner Frau vermieden, dorthin zu gehen, nicht, weil er das Haus nicht mag, sondern da es vorher immer auf Jos Initiative zurückzuführen war, überhaupt nach Sara Lacht aufzubrechen.
Mikes Schreibblockade nimmt derweil neue Ausmaße an: Sobald er auch nur versucht, einen einzigen Satz zu schreiben, bekommt er Herzrasen und muss sich heftig übergeben – einmal krabbelt er auf allen vieren davon und kann den Computer nur mit zugekniffenen Augen ausschalten.
Von nun an werden Träume zentral in Mike Noonans Leben und es beginnt eine erste Traumreihe, die er später die 'Manderley-Serie' nennt (benannt nach Daphne du Mauriers Roman Rebecca, wo Manderley eine Prachtvilla auf dem Land ist). In diesen Träumen kommt er zurück zum Haus Sara Lacht, es ist Nacht und etwas Furchtbares ist hinter ihm im Wald. Die Träume sind äußerst realistisch – Mike wünscht sich etwas beim Anblick der Venus und hat einen kleinen Kratzer an der Hand. Das Haus sieht vergessen aus, drei Sonnenblumen wachsen in der Einfahrt, ein Radiosticker klebt an einem Schild – und irgendetwas an der ganzen Szenerie ist auf unbestimmte Art bedrohlich.
Um Weihnachten 1997 holt er das letzte Päckchen aus seinem Schließfach, Helens Versprechen. Er schickt es ab, wohl wissend, dass dies der letzte Mike Noonan-Roman sein könnte, den er je veröffentlichen wird.

Kapitel 4

Mike verbringt ein überraschend schönes Weihnachtsfest bei seinem Schwager Frank. Auch im neuen Jahr jedoch geht seine Schreibblockade nicht weg und er muss seinen Agenten abwimmeln, der ihm einen sehr lukrativen Vertrag anbieten will, da ihm Helens Versprechen so gut gefallen hat.
Mikes letzter Traum in der Manderley-Serie ist ein handfester Alptraum. Zwar sind die meisten Zutaten dieselben wie immer, jetzt aber kommen zwei Dinge hinzu: Auf dem Badefloß im See sieht Mike Johannas leeren Sarg stehen, und als Mike sich dem Haus nähert, kommt ein amorphes, menschenähnliches, weißes Wesen auf ihn zugestürmt, einen unmenschlichen Schrei ausstoßend. Mike erwacht und fällt aus dem Bett, seine Blase entleert sich, er ist völlig orientierungslos. Nie zuvor hatte er einen derart intensiven Alptraum. Während er hilflos durch sein dunkles Zimmer kriecht, fügt er sich einen Kratzer an einer Hand zu – eindeutig den Kratzer aus seinen Träumen.

Kapitel 5

In einem kleinen Restaurant trifft Mike zufällig auf den alten Ralph Roberts. Mike kennt ihn und seine Frau Lois Chasse, da beide beim Roten Kreuz bei der Blutspende helfen, an der er regelmäßig teilnimmt. Beim harmlosen Plaudern bringt Roberts (der nicht mehr lange zu leben hat, siehe Schlaflos) ohne es zu ahnen eine Lawine ins Rollen, als er Mike zu einem Urlaub rät, da dieser so abgespannt aussieht.
Mike nimmt ihm beim Wort, verbringt sechs Wochen auf Key Largo, wo er eine weitere elementare Entscheidung trifft: Er wird den Rest des Sommers in Sara Lacht verbringen, da ihm etwas in den Träumen suggerierte, dass er dort möglicherweise wieder schreiben könnte. Zwar schreckt ihn der allzu realistische Kratzer auf seiner Hand etwas ab, dennoch ruft er den Hausmeister Bill Dean an, der sich unter anderem die ganzen Jahre hinweg auch um Sara Lacht gekümmert hatte. Bill ist sehr erfreut über Mikes Entscheidung, endlich zurückzukehren. Er will das Haus auf Vordermann bringen, doch Mike bittet ihn, zuvor noch ein paar Bilder zu machen – er möchte Sara Lacht so sehen, wie sie gerade aussieht. Bill kommt seiner Bitte nach und schickt ihm die Bilder zu. Mikes Verdacht bestätigt sich: So sah er das Haus in seinen Träumen – es fehlen nicht einmal die drei in der Einfahrt wachsenden Sonnenblumen.

Kapitel 6

Mike bricht am 03. Juli 1998 nach Sara Lacht auf und ist seitdem nicht mehr in seinem Haus in Derry gewesen. Mike richtet es so ein, dass er genau zu jener Tageszeit ankommt, in der seine Träume spielten: am späten Abend, kurz vor Sonnenuntergang. Somit ist das Wiedersehen mit Sara Lacht gleichzeitig ein Heimkommen wie auch ein surreales Erlebnis, da Mike von einem Gefühl der Panik erfasst wird, stets in dem Glauben, das schreiende Wesen könne jede Sekunde über ihn herfallen. Er sieht die Venus und wünscht sich von ihr Hilfe für sein Leben. Kein Leichentuch-Monster kommt, Mikes Ankunft ist undramatisch.
Als er endlich am Haus selbst ist, wird ihm klar, wie lange er schon nicht mehr hier war. Und nicht nur wegen Jos Tod – jetzt realisiert er, dass sie auch davor plötzlich nicht mehr zu Sara Lacht gingen. Mike war seit August 1993 nicht mehr hier gewesen.
Dennoch verläuft Mikes Ankunft nicht ereignislos: Als er die Tür aufschließt, glaubt er, im Innern ein kleines Kind weinen zu hören, doch das Geräusch scheint sich zu entfernen und verklingt letztlich ganz. Auf einmal ist die Panik wieder da, so ausgeprägt sogar, dass Mike sich in Windeseile verschiedene Ausreden zurechtlegt, wie er Bill Dean erklären könnte, warum er doch nicht hier bleiben wollte und überstürzt wieder abreiste. Dann aber reißt er sich zusammen, redet sich erfolgreich ein, nur Luft in den Rohren gehört zu haben und beschließt zu bleiben.
Sara Lacht ist noch immer voll mit Erinnerungen an Johanna Noonan, sodass Mike erneut von einer unerwartet heftigen Welle der Trauer übermannt wird und weinend zusammenbricht. Da sind Jos hässliche Kater-Felix-Wanduhr, ihre Taschenbücher und die Glocke, die sie um den Hals des Elchkopfes gehängt hatte, den sie beide Bunter nannten – es scheint, als sei Jo erst gestern hier gewesen.
Mike verbringt die erste Nacht traumlos – doch er erwacht mitten in der Nacht und glaubt, ein leises, fernes Klingeln von Bunters Glocke zu vernehmen.

Kapitel 7

Es ist Mikes erster Tag am Dark Score Lake. Er geht spazieren, um zu sehen, was sich alles verändert hat und beschließt, einen guten Burger essen zu gehen. Er ist mit dem Auto unterwegs, als er ein junges Mädchen mitten auf der Straße laufen sieht. Es ist zwischen drei und vier Jahren alt und scheint sich der Gefahr nicht bewusst zu sein, in der es sich befindet. Sofort bleibt Mike stehen und schnappt sich das Mädchen, um es aus der Gefahrenzone zu bringen, als auch schon ein Auto mit einem offenbar unfähigen Fahrer um die Ecke schießt. Das Mädchen identifiziert die vorbeirauschende Fahrerin als Mattie; diese bremst ab, als sie die beiden am Straßenrand sieht.
Mattie ist die junge Mutter des Mädchens. Mike glaubt auf den ersten Blick, sie sei die Schwester der Kleinen, erkennt dann aber, dass es sich um eine sehr junge Mutter um die 20 handelt, die er sofort als Bewohnerin eines Wohnwagens abstempelt.
Mattie ist völlig aufgelöst: Kyra wollte am Strand spielen und sei einfach abgehaut. Als Kyra erkennt, wie mitgenommen ihre Mutter ist, bricht sie in heftige Tränen aus. Mike, der instinktiv erwartet hatte, dass Mattie ihre Tochter im Frust schlagen würde, erkennt, wie innig sich die beiden lieben. Aber er ist schockiert über Kyras Namen, da er zuerst 'Kia' versteht – der erwählte Name seiner eigenen Wunschtochter.
Doch mehr noch; als Mike Kyras Namen missversteht, hat er eine äußerst verstörende, übernatürliche Erfahrung: Er hat das Gefühl, sein Mund sei auf einmal randvoll mit kaltem Wasser und muss sich unwillkürlich abwenden, um es auszuspucken. Aber da kommt nichts außer einem wenig Speichel. Mike ist völlig verwirrt und mitgenommen von diesem kurzen, unerklärlichen Exkurs in die Twilight Zone.
Mattie erkennt Mike, da sie seine Romane sehr gerne liest und bittet ihn inbrünstig, niemandem etwas von dem Vorfall mit der verlorenen gegangenen Kyra zu erzählen, da es keine gute Zeit für diese Art negativer Gerüchte sei, worauf sie jedoch nicht weiter eingeht. Mike erfährt, dass Mattie Devore bereits Witwe ist und dass sie in der Tat mit Kyra in einem Wohnwagen haust. Mattie äußert wiederholt ihre Dankbarkeit und sie trennen sich, nachdem Mike verspricht, alles für sich zu behalten.

Kapitel 8

Mike geht essen und erinnert sich bei einem guten Burger daran, warum ihm der Name Devore so bekannt vorkam: Max Devore ist ein steinreicher, bereits recht alter Software-Hersteller – Mike fragt sich, ob Mattie mit ihm verwandt ist.
Wieder zu Hause fällt ihm auf, dass das Schild mit der Aufschrift 'Sara Lacht' keinen Aufkleber hat, wie er ihn in seinen Träumen sah – doch eine Stelle ist leicht klebrig. Tatsächlich durchwühlt er daraufhin die Müllsäcke ... und wird fündig. Dort ist der Radiosticker aus seinem Traum.
Nach einem kurzen Bad im See, bei dem ihm auffällt, dass das Wasser genauso schmeckt wie bei seinem seltsamen Anfall in Gegenwart von Mattie, will Mike das Feuerwerk zum 04. Juli genießen, als Max Devore persönlich ihn anruft. Mattie, so stellt sich heraus, ist seine Schwiegertochter, und Max will so viel wie möglich über ihre Fahrlässigkeit mit Kyra herausbringen. Mike ist Devore augenblicklich so unsympathisch, dass er ihn schnell abwürgt und so tut, als sei Kyra keine Sekunde unbeaufsichtigt gewesen.
In jener Nacht kommt das Schluchzen wieder – und Mike begreift, dass er zu Hause ist, egal, was ihn noch hier erwartet.

Kapitel 9

Mike unternimmt einen ausgedehnten Spaziergang am See entlang und trifft auf eine hagere, ältere Gestalt, die er fast als gruslig empfindet und die ihn einmal mehr an Mrs. Danvers denken lässt. Erst später erfährt er, dass er soeben Rogette Whitmore kennen gelernt hat, Max Devores persönliche Gehilfin.
Wieder zu Hause geht er erneut schwimmen und sieht einen seltsamen Baum, der aussieht, wie eine dürre Frau, die mit einem langen Arm nach Norden deutet. Dieser Baum wird später von großer Bedeutung sein.
Mike weiß nichts so recht mit sich anzufangen und beginnt deshalb, in Sara Lacht ein wenig aufzuräumen. Dabei stößt er auf sein selten benutztes aber voll funktionsfähiges Diktiergerät, das sich selbst einschaltet, wenn in der Nähe gesprochen wird. Er beschließt, es in der Nacht anzuschalten, um eventuell das Schluchzen aufzeichnen zu können. (Auch Schriftsteller Mike Enslin hat ein solches Gerät und setzt es sehr effektiv ein.) Als er sein Büro verlässt, streift etwas Kaltes an seinem Gesicht vorbei, und Mike ist sich erneut sicher, nicht allein in Sara Lacht zu sein.
Jos altes Atelier ist voller Erinnerungen an seine verstorbene Frau. Seltsamerweise findet er hier seine alte Schreibmaschine und fragt sich, was Jo mit ihr gemacht haben könnte und warum sie sie überhaupt in ihr Atelier geschafft hatte. Zudem fällt ihm eine kolorierte Fotografie auf, die er noch nie gesehen hat. Sie zeigt die Sängerin Sara Tidwell in Aktion und ist ein erstes Indiz dafür, wie sehr diese Frau Jo gegen Ende ihres Lebens fasziniert hatte.
Im Supermarkt wird Mike von dem alten Royce Merrill angesprochen, der ihm eröffnet, dass er Mike mit Mattie zusammen beobachtet hat. Als Royce anzüglich wird, lässt Mike ihn einfach stehen.
Nach dem Schluchzen, das Mike wiederholt gehört hat, geht der Spuk dort weiter, als Mike zurückkommt: Die Magneten für Memos an seinem Kühlschrank sind bewegt worden und bilden einen perfekten Kreis.
Auch sein Experiment mit dem Diktiergerät trägt Früchte: Während Mike durchschläft, zeichnet es etwas auf: Jos Stimme, die in der Nacht dreimal hintereinander seufzend die Worte Oh, Mike ausstieß.

Kapitel 10

Hausmeister Bill Dean schaut bei Mike nach dem Rechten. Mike ist neugierig und fragt ihn nach Max und Mattie Devore. Bill weiß einiges zu erzählen: über Max' Unzufriedenheit mit der Frauenwahl seines Sohnes Lance (Max kam nicht einmal zu der Hochzeit), über die Tatsache, dass viele den alten Max für verrückt und gefährlich halten, über Lances Tod durch Blitzschlag und Devores anschließenden Umzug an die TR 90, wo er seitdem um das Sorgerecht für Kyra kämpft – und laut Bill längst auf der Siegerstraße ist.
Bill überrascht Mike, als er ihm erzählt, dass Jo im Herbst 1993 ohne Mike in Sara Lacht auftauchte, um persönlich eine Lieferung von Plastikeulen entgegenzunehmen. Diese Eulen wollte sie zur Abschreckung der Krähen auf das Dach stellen. Mike ist komplett verwirrt: Warum weiß er davon nichts und warum kam Jo extra deswegen hierher? Er beauftragt seinen Steuerberater nach entsprechenden Einträgen in Jos Kalender zu suchen. Der hat auch bald Ergebnisse: Tatsächlich war Jo im November 1993 einmal an der TR 90, um dort bei einem Treffen ihrer Wohlfahrtsgemeinschaft beizuwohnen, wovon sie Mike nie etwas erzählt hatte.
Er sucht weiter nach den Eulen, wobei ihn sein Weg auch in den Keller führt. Auch dort glaubt er wieder, eine Präsenz zu spüren und findet einen Weg zur primitiven Kommunikation. Offenbar kann das Wesen, das mit ihm im Haus ist, Klopfgeräusche erzeugen. Einmal klopfen soll ja, zweimal klopfen nein bedeuten. So bekommt Mike heraus, dass er unbedingt nach den Eulen suchen soll, sie aber im Keller nicht finden wird. Manche Antworten jedoch werden mit einem unsicheren 'Jein' beantwortet: Das Wesen ist Jo, aber auch nicht, Mike ist in Sara Lacht weder sicher noch gefährdet. Die geisterhafte Kommunikation endet, als Mike den Lichtschalter umlegt und sich allein im Keller sieht.
Aber die Geister haben das letzte Wort: Die Buchstaben an seinem Kühlschrank bilden in einem Kreis das Wort hal1o.

Kapitel 11

Am nächsten Morgen bekommt Mike unerwarteten und unwillkommenen Besuch von einem Deputy Footman, der ihm eine Gerichtsvorladung unterschiebt: Am kommenden Freitag muss Mike vor Gericht zum Fall Max Devore gegen Mattie Devore offiziell Stellung nehmen. Footman ist eindeutig ein Laufbursche von Max; Mike verachtet ihn dafür und schickt ihn von seinem Grundstück.
Der Geist hat am Kühlschrank einen Tipp für Mike: hilf r steht da nun – hilf ihr, mit ein wenig Fantasie. Mike beschließt, bald mehr Buchstaben zu kaufen. Er hat ein gutes Gefühl des Tatendrangs, denn nach seiner Schreibblockade sieht er in dem Fall Mattie Devore endlich wieder einen Sinn in seinem Leben, endlich kann er wieder etwas bewegen.
Gleich nimmt er Kontakt mit seinem Agenten auf und lässt sich einen auf Sorgerecht spezialisierten Anwalt empfehlen: Der junge John Storrow ist gleich Feuer und Flamme für den Fall und empfiehlt, als Anwalt für Mattie statt für Mike anzutreten – Mike soll Mattie davon überzeugen, dass sie ihn, Storrow, brauchen wird.
Den Rest des Nachmittags verbringt Mike am See und erinnert sich einmal mehr an die Geschichten rund um die Farbige Sara Tidwell und ihre Band, den Red-Top Boys, die um die Jahrhundertwende an die TR 90 kamen und dann verschwanden, wohin, weiß niemand.

Kapitel 12

Mattie ruft Mike an, um ihn zum Grillen einzuladen, ein verspäteter Dank für Mikes Rettung ihrer kleinen Tochter. Mike nimmt dankend an und verbringt einen sehr schönen Abend: Die Atmosphäre beim Wohnwagen ist angenehm, Kyra lässt sich von ihm ein Märchen vorlesen und er bringt sie fast väterlich zu Bett. Er sieht und spürt, dass hier alles in Ordnung ist und dieses kleine Mädchen nichts bei Max Devore verloren hat. Mikes Entschluss, dem einen Riegel vorzuschieben, wird nur noch verstärkt.
Als sie allein sind, kommt Mike endlich auf Anwalt Storrow zu sprechen. Mattie fragt ihn ganz direkt, weshalb Mike ihnen so gerne helfen will, da er sie doch kaum kenne – und Mike antwortet mit seiner Erkenntnis, dass er wieder ein Ziel in seinem Leben braucht, etwas, wofür es sich zu kämpfen lohnt.
Zu Mikes Bestürzung erzählt Mattie ihm, dass sie manchmal das Gefühl hat, in ihrem Wohnwagen nicht allein zu sein; Mattie jedoch kommt nie auf die Idee einer Heimsuchung durch Geister, sondern ist sich sicher, dass jemand von Devores Leuten sie einschüchtern will: Jemand schrieb etwa Hallo in ein wenig verschüttetes Mehl, um sie zu terrorisieren.
Mike gelingt es, das Thema wieder auf den Boden der Tatsachen zu lenken. Mattie berichtet ihm, wie Max Devore ihr Geld dafür bot, sich von Lance fernzuhalten, erst 100.000, später gar das Doppelte (ein solches Angebot machte auch Rachel Creeds Vater seinem verhassten Schwiegersohn in spe Louis in Friedhof der Kuscheltiere). Letztlich ging Devore noch weiter und bot ihr, als die Hochzeit von ihm nicht abgewendet werden konnte, sechs Millionen Dollar dafür, dass sie Kyra bei Lance lässt und verschwindet, worauf Lance freilich sehr ungehalten reagierte.
Bei Lances Beerdigung schlossen Mattie und Max einen Waffenstillstand und Mattie ließ Kyra ihn und Rogette Whitmore des Öfteren besuchen. Irgendwann aber beschlich sie das komische Gefühl, Max könne Kyra einmal nicht mehr zurückkommen lassen und Mattie stellte diese Besuche ein. Max war völlig aufgebracht – der Sorgerechtstreit begann.
Irgendwann kommen sie auch darauf zu sprechen, dass Max Mike einmal erwähnte – er behauptete, ihre Großväter seien einst Nachbarn gewesen, was Mike sich nicht vorstellen kann, aber auch nicht zu widerlegen weiß.
Mike hat sich schon von Mattie verabschiedet, als sie ihm erzählt, dass sie Jo vom Sehen kannte: Jo sei 1994 auf der TR 90 gewesen, in Begleitung eines älteren Mannes. Mike weiß von diesem Ausflug seiner Frau nichts und hat keine Ahnung, wer der Mann sein könnte. Mattie bereut sofort, dies angesprochen zu haben, während an Mike ernste Zweifel an Jos Aufrichtigkeit nagen.

Kapitel 13

In einer der möglicherweise stärksten Passagen des Romans erlebt Mike Noonan einen der intensivsten Träume seines Lebens, einen Sextraum, in dem er dreigeteilt ist: Ein Teil von ihm hat Sex mit Jo auf dem schwimmenden Floß im See, ein zweiter Teil fällt in seinem Bett über Mattie her, ein dritter Mike geht zu Jos Studio und wird unterwegs von Sara Tidwell überrascht, die ihm einen herunterholt. Doch im Traum lauern Gefahren: Der See ist voller Leichen, wo gerade Mattie lag, ist plötzlich ein riesiger Blutfleck.
Als Mike wieder aufwacht, kann er nicht glauben, alles nur geträumt zu haben. Aber da ist kein Blut im Schlafzimmer, nicht einmal ein Spermafleck. Nur eins hat sich verändert: Mike hat im Traum die alte Schreibmaschine in sein Büro geschafft. Mike versteht die Botschaft und versucht zu schreiben.

Kapitel 14

Zum Mikes großes Glück klappt es – keine Atemnot, kein Herzflimmern: Er schreibt am Stück mehrere Stunden lang, bis Mattie ihn mit der Nachricht anruft, dass sie ganz begeistert ist von ihrem neuen Anwalt Storrow. Während des Telefonats kommt es zu einer unausgesprochenen psychischen Verbindung zwischen den beiden: Mattie weiß, dass es Mike zurück zu seiner Arbeit zieht, Mike ist sich sicher zu wissen, was Mattie gerade anhat.
Kurz nach Mattie ruft auch Storrow an. Er hat ein paar schmutzige Details über Max Devore ausgegraben, die er aber nur im äußersten Notfall verwenden will: Dass Devores Sohn ein verheirateter Schwuler ist, könnte Devore im konservativen Maine zum Verhängnis werden, ebenso die Tatsache, dass seine Tochter in einer Nervenheilanstalt sitzt. Storrow hat auch einen Anwalt für Mike organisiert, ein Mann mit dem seltsamen Namen Romeo Bissonette.
Der Tag entwickelt sich hervorragend; vor allem die Tatsache, dass es mit dem Schreiben wieder klappt, hebt Mikes Stimmung beträchtlich. Als er dies voll realisiert, bekommt er einen reinigenden Weinkrampf am See.

Kapitel 15

In Anwesenheit seines Anwalts Romeo Bissonette wird Mike von einem Anwalt namens Durgin vernommen, der eindeutig unter Max Devores Fuchtel steht und durch Polemik immer wieder versucht, Mattie wie eine Rabenmutter dastehen zu lassen. Mike lässt sich darauf nicht ein und enttarnt sogar Durgins Drohung, eine Tonbandaufnahme seines Gesprächs mit Devore abzuspielen, als Bluff. Insgesamt ist Mike zufrieden mit dem Verlauf des Gesprächs, da er der Gegenseite keine neuen Möglichkeiten eröffnete, gegen Mattie und Kyra vorzugehen.
Später lernt Mike John Storrow persönlich kennen und mag ihn sofort. Sie machen mit Mattie und ihrer Tochter ein Picknick, wobei sie ihr weiteres Vorgehen besprechen und spüren, dass ihre Aussichten auf Erfolg keineswegs schlecht sind. Storrow warnt Mike erneut, sich nicht zu oft mit Mattie sehen zu lassen, noch nicht einmal mit Kyra, um Vorwürfen des Kindesmissbrauchs vorzubeugen.
Als Storrow mit Mike allein ist, gesteht er ihm, dass er das Gefühl hat, über Mattie schwebe eine unsichtbare Wolke der tiefen Traurigkeit – Mike aber fühlt etwas Anderes: Er ist scharf auf Mattie und stellt sich vor, sie in seinem Bett zu haben.
Zu Hause in Sara Lacht schreibt Mike weiter. Als er für Einkäufe fortgehen will, geht der Spuk wieder los: Die Glocke um den Elchkopf klingelt und ein markerschütternder Schrei hallt durchs ganze Haus. Dann kommt wieder das Schluchzen und eine neue Botschaft am Kühlschrank: hilf ich ertrink. Mike widersteht seinem ersten Drang, auf der Stelle abzuhauen und stürzt sich lieber wieder in die Arbeit.

Kapitel 16

Mikes geplantes Buch Mein Jugendfreund (mit einem Ray Garraty in der Hauptrolle) entwickelt sich ganz zu Mikes Zufriedenheit.
Er begibt sich zu einem Softballspiel, in der Hoffnung, dort endlich einmal auf Devore persönlich zu treffen, wird aber enttäuscht – es ist ausgerechnet das erste Spiel, das Devore in dieser Saison verpasst.
Mike bekommt die Gelegenheit, mit seiner Haushaltshilfe Brenda Meserve zu sprechen und erfährt von ihr einiges über den Glauben an Geister, die rund um den See spuken sollen. Sie erzählt von einem Negerjungen, der in eine Bärenfalle trat und an Blutvergiftung starb. Der Junge gehörte zu der Familie rund um die Gruppe Red-Tops und sein Tod sei damals der Grund für deren überstürzte Abreise gewesen. Dann ist da noch ein Mann mit dem seltsamen Namen Normal Auster, der kurz nach dem Zweiten Weltkrieg seinen jungen Sohn unter einer Wasserpumpe ertränkte und Selbstmord beging. Viele Menschen glauben noch heute, dass der Negerjunge und der Ertränkte am Dark Score Lake umgehen.
In der Bibliothek forscht Mike, neugierig geworden, weiter nach, doch findet er lediglich ein paar interessante alte Bilder. Er fragt sich, ob der kleine Junge, der wegen der Bärenfalle starb, wohl Sara Tidwells Sohn war. Da Mattie in der Bibliothek arbeitet, trifft er sie dort – bleibt aber sehr formell, da er sich beobachtet fühlt.
Etwas später hat Anwalt Storrow weitere gute Nachrichten: Der von ihm beauftragte Privatdetektiv George Kennedy hat herausgefunden, dass Anwalt Durgin (der Mike interviewt hatte) offensichtlich von Max Devore bestochen wurde. Weniger begeistert ist Mike von Storrows Geständnis, das er sich in Mattie verguckt hat und darüber nachdenkt, sich an sie heranzumachen, sobald der Fall abgeschlossen ist.
Warum auch immer, als Mike auflegt, geht ihm wieder der Mann durch den Kopf, mit dem Jo sich getroffen hatte. Er wundert sich, ob Jo ihn tatsächlich belogen hat, als der Fernseher angeht und die dort gerade zu sehende Schauspielerin schreit: Ich bin keine Lügnerin!